GdP- Berlin Sprecher der Falschaussage überführt

Nach dem gewaltätigen Polizeieinsatz im Zugang zur Ostkurve am 17. Januar 2026 kam es zu diversen zweifelhaften Aussagen durch Benjamin Jendro, den Sprecher der GdP-Berlin. Eine vor kurzem veröffentlichte Antwort auf eine parlamentarische Anfrage belegt nun eindeutig eine in diesem Zusammenhang getroffene Falschaussage von Benjamin Jendro. 

In einem Fernsehinterview vom 20. Januar 2026 fiel der Sprecher der GdP-Berlin mit zahlreichen fragwürdigen Äußerungen auf, in denen er unter anderem die Integrität sowie die innerdemokratische Verfasstheit von Hertha BSC massiv angriff. Ebenso wurde durch ihn die Behauptung aufgestellt, dass Hertha BSC als Veranstalter angeblichen Straftätern ganz bewusst weiterhin Zugang zu den Spielen gewährt. Ein schwerwiegender Vorwurf, der impliziert, dass der Verein gegen die Stadionverbotsrichtlinie und somit ebenso gegen eine Auflage zur Teilnahme am Spielbetrieb verstößt.

Diese offensichtlich haltlosen Vorwürfe sind offenbar auch im Abgeordnetenhaus von Berlin auf Interesse gestoßen und so wurde der Senat ganz konkret zu den Aussagen von Benjamin Jendro befragt. Neben vielen ausweichenden Antworten, die vermuten lassen, dass selbst in der polizeinahen Innenverwaltung das Unverständnis über Jendros Äußerungen groß ist, gab es an einer Stelle dann doch eine glasklare Positionierung (Drucksache 19/25066, Antwort auf Frage 24): Zur Frage über Kenntnisse zur Aussage von Benjamin Jendro, Hertha BSC hätte gegen mehrere Personen, die bspw. Landfriedensbrüche begangen haben, keine Stadionverbote ausgesprochen, antwortet der Senat, dass ihm hierzu keine Erkenntnisse vorlägen.

Somit steht fest, dass entweder Herr Jendro und die GdP Berlin in dieser Angelegenheit über mehr Wissen verfügen als der Senat oder, was naheliegend erscheint, ganz bewusst Falschaussagen verbreitet worden sind, um Hertha BSC und seine Fans öffentlich zu diskreditieren.

Wir erwarten daher von der GdP Berlin, das sie der Öffentlichkeit zeitnah erklärt, auf welcher Informationsgrundlage die Aussagen ihres Sprechers beruhen und wie es sein kann, dass dem Senat diese Informationen nicht ebenfalls bekannt sind. Sollte es hierbei zu keiner sachdienlichen Aufklärung kommen, ist spätestens jetzt klar, dass sich die Gewerkschaft beim Verein Hertha BSC und seinen über 60.000 Mitgliedern für die öffentlichen Entgleisungen ihres Sprechers entschuldigen sollte. In diesem Falle wäre ebenfalls eine Ablösung von Herrn Jendro die logische Konsequenz.